Später…

Nach Weihnachten und dem Trubel erholen sich die Stände am Viktualienmarkt vor dem Frühlingsfest…

Winterberge

Winter in München’s Gärten

Beziehungskisten Intro




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Ene, mene, miste, Beziehungskiste.

Heute das Intro zum neuen Podcast, Beziehungskisten, in dem wir uns über Beziehungen, die Menschen dahinter, was geklappt hat, und we auf die Nase gefallen ist, unterhalten.

Beziehungskiste soll das Antidot zu stundenlang quatschenden „Beziehungsexperten“ sein, eine Einladung an Alle, über ihre Beziehungen zu sprechen, wo’s geklappt hat, wo auch nicht.

Shownotes:

Danke dass Ihr da seid!

Blick von der Karwendel

Blick auf Mittenwald (unter den Wolken) von der Karwendel hinab. Ein eiskalter, windiger, aber wunderschöner Tag in den Bergen.

Ch..ch..ch..Changes…

Die Domäne ultreia.me wurde von mir 2017 registriert. Ich war drauf und dran meinen Job zu wechseln, und der Camino Frances schaffte es irgendwie, ganz schwurbelfrei aber dank langer Stunden alleine auf dem Weg, mir die Klarheiten zu verschaffen, die ich brauchte.

Eigentlich wollte ich, im Nachhinein, meine Wanderung dokumentieren. Mein (handgeschriebenes) Tagebuch teilweise übertragen, die 8’300 Bilder durchforsten, die ich gemacht hatte, und irgendwie eine Geschichte erzählen.

Aber weil neuer Job… naja. Die Domäne lag brach.

Dann kam 2018 und mit dem Jahr die glücklichste Zeit meines Lebens bis dahin. Ein weiterer Camino Frances, wieder der Vorsatz, es diesmal aber richtig zu machen. Und wieder kam etwas dazwischen, diesmal schmerzlich und leider ganz und gar nicht geplant und zu erwarten. Also wieder keine richtige Camino-Nachlese.

Trotzdem wurde ultreia.me ein bisschen genutzt. Für (fast) tägliche Updates vom Mosel Camino, zum Beispiel.

2019 wird ein „anderes“ Jahr. Am 21. April dürft ihr mir alle die Daumen drücken, und wenn alles gut geht, dann melde ich mich am 22. April mit einem dicken Update. Und ab September aus dem Ausland. Und weil das alles eher neu ist, für mich, mache ich jetzt meine Drohung wahr und schreibe wirklich mein Tagebuch hier in’s Reine. Nicht jeden Tag, und nicht alles, aber in der Tradition der ersten Blogs, einer Idee die leider, dank Facebook und Twitter, etwas aus der Mode gekommen ist. Irgendwo zwischen Nabelschau und Kommentar, halt.

Endlich hat die Domäne einen richtigen Nutzen und der Name, ultreïa, der „weiter“ auf Vulgärlatein bedeutet, passt auch.

Dass dabei Wandersachen passieren ist ja selbstverständlich. Und weil der Podcast auch hier entstanden ist, bleibt er auch hier. Dazu kommt eben der Rest, die Umzugsplanungen (wenn im April alles klappt), die letzten Tage des stressvollen Lernens vorher, und wenn ich es schaffe, dann jeden Tag ein Bild von irgendwo unterwegs.

Schauen wir mal, eh? Danke dass Du da bist.

Hütte im Schnee

Die Mittenwald-Hütte auf dem Weg zur Karwendelspitze. Im Sommer kann man dort, wenn man den Fußweg den Berg hinauf machen mag, Jazz Abende genießen.

Die Hjarta: komm mit mir

Es wird kälter und dunkler. Abende kommen früher, der Wind ist eisiger, und wenn es nicht schneit, dann regnet es. In solchen Tagen, wenn die Welt ein bisschen weniger Licht hat, ist es umso wichtiger, dass wir heller leuchten.

Meine eigene Hjarta begann in 2016. Die Wahlen in den USA und das soziale und politische Klima auf der Welt hatte meinen Freundeskreis in einen Debattier- und oft Fightclub verwandelt. Dogma, das „one true ideal“, regierte die Diskussionen, und von sozialen Medien zu meiner Stammkneipe änderte sich die Stimmung von vormals einer Mischung aus Ernst und Ausgelassenheit hin zum Laufen auf Eierschalen und gegenseitigen Animositäten. 

Also beschloss ich, mitte November, an einem besonders stürmischen und kalten Herbsttag an dem ich alleine zuhause saß, dass ich etwas anders machen wollte. Meine Großmutter erzählte immer vom Hjarta, dem isländischen Brauch im Winter sein Heim und sein Herz zu öffnen, sich zu besuchen, zusammen zu backen, zu kochen, zu lachen, und sich gegenseitig, emotional und korporeal, Licht und Wärme zu schenken.

Hjarta, das ist ein altes proto-isländisches Wort. Es bedeutete viel, Herz, Herd, Heim, Hütte, und auch Familie. In vielen germanischen Worten ist es immer noch vorhanden, in skandinavischen Sprachen bedeutet es oft immer noch Herz.

Hjarta, das war das Gefühl, zuhause zu sein. Unter Freunden, am Herd, in der Hütte. Hjarta implizierte, wenn man es als „Gerðu hjarta„, also „Hjarta machen“ verwendete, ein offenes Haus und ein offenes Herz.

Seither, im Winter ’16 und ’17, und jetzt wieder, mache ich Hjarta. Es wird Winter. Auch wenn die Literatur und Studien zeigen, dass Menschen im Winter nicht mehr zur Einsamkeit neigen, ist es doch die Zeit, in der man am Besten gegen diese Problematiken angehen kann. Es ist die Zeit der Guten Stube, die Zeit des Backens und Kochens. Oder, ganz einfach, die Zeit des „wir“.

Hjarta bedeutet ein anderes „Wirgefühl“. Die Idee, dass hinter den Konflikten, hinter den Meinungen, hinter dem Streit, immer noch ein Mensch mit Hoffnungen, Liebe, Idealen, Wünschen, und Ängsten steht. Es ist der Gedanke, dass wir, als kohlenstoffbasierte Lebensform, viel, viel, mehr gemein haben, als uns trennt.

Hjarta ist auch die Idee einer neuen Chance. Für uns selbst und Andere. Im Julfest, welches neben der Austreibung der Geister auch das Verbrennen von alten Dingen, dem Ausräumen der Stube und der Scheune, als Zweck hatte, wird ein „Reset“ vorgenommen. Traditionell wurden Fehlverhalten vergeben, es wurde noch einmal von vorne angefangen. Idealerweise über ein Heißgetränk der Wahl, vor einem Kamin.

Also mache ich auch dieses Jahr wieder Hjarta. Es wäre schön, wenn Du mitkommen würdest. Niemand soll oder muss sich diesen Winter einsam fühlen, niemand muss alleine sein. Meine Tür ist offen. Deine auch?

Weihnachtsmärkte

Ich liebe Weihnachtsmärkte. Das ist ungewöhnlich. Als Progressiver wird von mir natürlich erwartet, dass ich diese Zurschaustellung religiöser Mythologien, gepaart mit eklatantem Konsumdenken, ablehne und mich auf’s härteste gegen die Volkstümelei der Vorweihnachtszeit ausspreche. 

Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, liebe ich den Markt in all seinen Formen. Der säkulare „Wintermarkt“, der pseudo-skandinavische „Hyggemarkt“, die „Ritterliche Adventszeit“, oder sogar die weltweit gehypten Großweihnachtsmärkte in Nürnberg oder Hamburg.

Ich mag Menschenmengen nicht wirklich. Ich hasse es, mich durch Gruppen zu zwängen, und ich bin kein großer Fan der überteuerten Speisen und Getränke. Und trotzdem liebe ich den Markt immer noch.

Weihnachtsmärkte sind es, wo man zusammenrückt. Sich warm und gemütlich am Glühwein oder der Feuerzangenbowle festhält, Kartoffelpuffer mit Knoblauchsauce futtert, und sich von den Lichtern, dem Lachen, und den Wärmestrahlern zur Ruhe verführen lässt. Als Notfaller ist das die Zeit für mich, in der ich kaum bis keine „Aggressionsverletzungen“ zu behandeln habe. Menschen verbrühen sich, rutschen auf Eis aus, oder trinken zu viel, aber Schläge und andere negative Interaktionen sind selten. Dafür gibt es den Sommer. Aber jetzt ist Winter, der Schnee fällt, der MP3-Player spielt Wham’s „Last Christmas“ und ich verliere das Last Christmas Survival Game, und Menschen sind netter zueinander.

Man geht zusammen aus, bleibt zusammen, und geht zusammen wieder nach Hause. Zusammengerückt steht man am Stand, hält den Glühwein als Anker in den Händen, erdet sich über die auf den Stehtisch gestützten Ellenbogen, und schaut in die Gesichter der Freunde, die warm und rot von der Kälte und dem Alkohol glänzen. 

Hier entstehen Geschichten. Die langen, die sich über Jahre und Generationen hinziehen. Das Oppositum zu den schnellen und heißen Kurzgeschichten des Sommers. Wer sich darauf einlässt, der erfährt zwischen gebrannten Mandeln und Lebkuchenherzen eine Menschlichkeit wie sie nur unter vier Lagen warmer Kleidung reifen kann. Wer die Hygge, das Hjarta, den Weihnachts- oder Wintergeist umarmt, der umarmt sich selbst zuerst. Verpackt, nicht nackt, warm, nicht heiß, und tiefgehend, nicht oberflächlich, erfahren wir auf dem Markt mehr über uns selbst als die Menschen um uns herum. Dafür ist der Sommer da, jetzt ist erstmal Zeit für Räucherlachs oder Pellkartoffeln mit Spiegelei, und der gegenseitigen Versicherung, dass möge der Winter noch so kalt, die Abende noch so dunkel, und die Winde noch so harsch werden, wir sind da füreinander, eine Menschlichkeit. 

Mehr als nur BarCamp: das #bcrm18

Das BarCamp Rhein Main ist für mich so eine Sache. Auf der einen Seite ist das Rhein-Main Gebiet für mich natürlich Nostalgie. Hier lebte, liebte, wirkte, ich für ziemlich viele Monate, hier traf ich tolle Menschen, und hier wurde ich nach meinem Umzug nach Deutschland (cue den Immigrant Song) recht warm empfangen. Auf der anderen Seite bedeutet #bcrm18 auch die plötzliche Erkenntnis, dass ich nun sechs Stunden Zugfahrt weg wohne, und vielleicht bald noch einmal sechs Stunden dazukommen. Da wird man schon ein bisschen wehmütig.

Da half es ungemein, dass das BarCamp so ein großartiger Erfolg war. Wie ich in der Abschlussrunde schon sagte und (zu großem Flamen) auf Twitter: das BarCamp Rhein Main ist der Goldstandard. Warum?

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