Die Isagoge von Porphyr (geschrieben im Jahr 270), in der lateinischen Übersetzung (301), welche das erste uns bekannte Buch ist, das von einer “diabetes mellitus” (honigsüßes Hindurchfließen) spricht. Die Krankheit ist schon 1500 vor unserer Zeitrechnung von den Ägyptern erwähnt, wurde aber in der uns bekannten historischen Medizin erst von Areatus (1. Jahrhundert) genauer beschrieben. Porphyr umschrieb die Krankheit auf diesen Seiten, die Benennung fand aber erst in der Übersetzung durch Boethius statt.

Seiten 42b und 43a der Isagoge, dem 'De urinarum differencia negocium'

Porphyr empfiehlt, einen kleinen Schluck des Urins zu nehmen, um die Süße festzustellen. Daher auch der Name. Interessant hier auch, dass Porphyr (der wahrlich besseres verdient hätte als die Porphyrie nach ihm benannt zu haben) der erste uns bekannte Autor war, der Urin als letztes Stoffwechselprodukt des Blutes nach Filtration sah.

Bild: Bethesda, MD : U.S. National Library of Medicine, National Institutes of Health, Health & Human Services, 2010. NLM.