Ausrüstung

Rucksack

Mein Problem begann in 2016. Osprey, die Macher meines Lieblingsrucksacks, verschlimmbesserten das Exemplar für die 2017 Ausgabe so sehr, dass ich einfach nicht mehr damit laufen konnte. Ja, er passte wie angegossen (ich bin klein, also brauche ich kleinere Rahmen), und ja, er war so stabil wie sein Vorgänger, aber …

Es fehlten Sachen. Gürteltaschen, zum Einen. Und die zweite Schultertasche. Das waren vollkommene Nonos für mich. Ich bewahre in meiner rechten Gürteltasche eigentlich immer mein loses Geld und ein Feuerzeug auf, links kommt mein Taschenmesser und meine Kopfhörer rein. In den Schultertaschen sind links meine Taschenlampe und rechts entweder die Kippen oder Handsanitizer, weil sowas auf dem Camino echt keine schlechte Idee ist.

Mein alter 48 Liter Osprey. Viel zu geräumig für den Camino

Nach langem Suchen fand ich dann noch eine alte Version des 38 Liter Rucksacks. Den habe ich seither für jede Wanderung dabei. 38 Liter sind mehr als genug für eine Pilgerschaft, wer mehr mitschleppt, der schleppt zu viel.

Rucksäcke müssen passen. Das ist das Wichtigste. Am besten gehen und anprobieren, fragen ob man mal mit dem Rucksack und 10 Kilos Gewicht ein bisschen um den Block laufen darf. Globetrotter hat mir das ohne Zögern erlaubt, andere waren ein bisschen skeptischer. Trotzdem, sollte man machen.

Sie sollten ein großes Abteil und ein kleines, am Besten ganz oben oder ganz unten haben. Da kommen Sachen rein, die man schnell braucht, wie Medikamente oder die Powerbank für’s Handy. Ein Raincover ist auch keine schlechte Idee, es sei denn man hat einen Poncho. Mag ich aber nicht so, manchmal ist es Spaß im Regen zu laufen, der Rucksack sollte aber trocken bleiben.

Gute Rucksäcke haben zwei Seitentaschen für Wasser und ähnliches. Sie sollten auch ein Mesh haben, in dem man zum Beispiel nasse Sachen zum Trocknen ablegen kann.

Gürteltaschen sind ein Muss. Wie ich schon oben gesagt habe, da kommen die Sachen rein, die man immer braucht. Ich will meinen Rucksack nicht immer ablegen und durchsuchen müssen um Kleingeld oder mein Messer zu finden, und Hosentaschen sind echt kein guter Platz für ganztägige Wanderungen. Das klimpert und scheuert nur.

Aber ganz wichtig, und das ist wirklich das Wichtigste: Du mußt ihn mögen. Der Rucksack ist dein Haus, Deine Ablage, Dein bester Freund, Wegbegleiter, und mehr oder minder das eine Ding, das Du am Meisten am Körper trägst. Mach ihn Dein! Dann kann auch auf den längsten Wanderungen der komischste Moment der sein, an dem Du Deinen Gefährten ablegst und Dich komisch fühlst, weil irgendwas fehlt, und nicht befreit.

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